KHG-Kino Programm

03.06.2018: "The Circle"

 

Als Mae Holland (Emma Watson) durch die Vermittlung ihrer Freundin Annie (Karen Gillan) einen Job bei dem weltweit dominierenden Internet-Unternehmen „Circle“ bekommt, ist sie überglücklich. Für sie ist es eine einmalige Gelegenheit. Das Ziel der Firma: sämtliche Aktivitäten der User verknüpfen und in einer Online-Identität vereinen. Mit immer neuen technologischen Fortschritten soll eine Welt der völligen Transparenz geschaffen werden. Mae ist begeistert von den Visionen des charismatischen Firmengründers Eamon Bailey (Tom Hanks) und kann Bedenken, wie die ihres Ex-Freundes Mercer (Ellar Coltrane), nicht verstehen. Das Firmengelände, wo die Mitarbeiter rundum versorgt werden, und ihre Arbeit werden nach und nach zu Maes Lebensmittelpunkt. Nur der mysteriöse Ty (John Boyega) bringt sie zum Stutzen. Er behauptet, auch ein Mitarbeiter zu sein, doch Mae kann ihn im Computer, der zu jeder Zeit anzeigt, wo sich die Mitarbeiter gerade befinden, nicht finden. Trotzdem kennt Ty auf dem Gelände Türen und Gänge, die nirgends verzeichnet sind. Und er versucht, Mae zu warnen...

Quelle: http://www.filmstarts.de/kritiken/234164.html

 

17.16.2018: "Jugend ohne Gott"

Unser Land in einer Zeit, nicht allzu fern von heute: Nadesh ist entschlossen, über ihre Grenzen zu gehen, um im Rahmen eines Sportcamps einen der wenigen Stipendiatsplätze einer Elite-Uni zu ergattern. Doch nicht jeder in der Gruppe denkt so. Zach zeigt wenig Begeisterung für die Hochleistungsgesellschaft, die im Camp gefordert und gefördert wird. Zudem hat er gerade seinen Vater verloren und möchte am liebsten so wenig Zeit wie möglich in der Gruppe verbringen. Selbst sein Klassenlehrer, der Zachs Verhalten besorgt beobachtet, kommt nicht an ihn heran. Nadesh findet Zach faszinierend. Doch sie spürt auch, dass er mit seinen eigenwilligen Ansichten das Gruppengefüge durcheinander bringen könnte. Und so etwas wie unkontrolliertes Verhalten kann die Gesellschaft, in der Nadesh und Zach funktionieren sollen, nicht tolerieren. In seinem neuen Film JUGEND OHNE GOTT, frei nach der gleichnamigen Romanvorlage von Ödön von Horváth, entwirft Regisseur Alain Gsponer eine bedrohlich nah wirkende Dystopie. Durch das multiperspektivische Erzählmuster erhält die Geschichte rund um eine Gruppe junger Menschen, die in einer Zweiklassengesellschaft aufwachsen, zusätzliche Spannung. Die Kulisse des hermetisch abgeschlossenen Camps zwischen Bergen und Wäldern liefert mithilfe der Kamera von Frank Lamm großartige Bilder, dazu kommt eine authentisch konstruierte Stadtkulisse der Zukunft, die auch im Hier und Jetzt verortet sein könnte und dadurch gespenstisch nah wirkt. Genau wie Farb- und Lichtsetzung unterstreicht auch die Musik kongenial die Atmosphäre der permanenten Bedrohung. Anna Maria Mühe als eiskalte Trainingslehrerin und Fahri Yardim, als Lehrer zwischen moralischer Integrität und dem Gedanken an den eigenen Vorteil, spielen ihre Rollen überzeugend und stark. Doch der Kern der Geschichte liegt bei den jugendlichen Figuren, die von der ersten Riege deutscher Jungdarsteller verkörpert werden. Ob Jannis Niewöhner als Kämpfer gegen das System, Emilia Schüle als Ausgestoßene, Jannik Schümann als snobistisch verbissener Egomane und Alicia von Rittberg als verzweifelt Ehrgeizige – sie alle verkörpern die Archetypen, für die sie stehen, intensiv, glaubwürdig und kraftvoll.

Quelle: http://www.fbw-filmbewertung.com/film/jugend_ohne_gott

 

01.07.2018: "Barfuß"

Pflegehelfer Nick (Til Schweiger) erlebt nicht eben eine private Hochphase, als ihm nach einer eher zufällig durchgeführten Rettungstat in der Psychiatrie die schwer kontaktgestörte, aber grundsätzlich ziemlich liebe Patientin Leila (Johanna Wokalek) bis nach Hause nachläuft und fortan nicht mehr von der Seite weicht. Und weil Nick gerade einem Treffen mit der Familie entgegen sieht, die ihn für einen kompletten Versager hält, nimmt er Leila, die irgendwie keine Schuhe mag, einfach mit zur Hochzeit seines Bruders.

Zwei schräge Vögel therapieren sich gegenseitig in dieser entspannten Mischung aus Außenseiterkomödie und Love Story, Roadmovie und Gesellschaftskritik.

Nick Keller verliert einen Job nach dem anderen, weswegen ihn seine Familie für einen totalen Versager hält. Als er bei seinem neuesten Aushilfsjob in einer psychiatrischen Klinik in letzter Sekunde den Selbstmord der jungen Leila verhindert, hat er ein neues Problem: Leila weicht ihm fortan nicht mehr von der Seite.

Nick Keller ist ein Taugenichts wie er im Buche steht. Keine Kohle in der Tasche und eine Affäre nach der anderen. Als der Loser jedoch bei einem Job in der Psychiatrie zufällig den Selbstmord einer jungen Frau verhindert, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Denn Leila weicht ihrem Retter nicht mehr von der Seite. Widerwillig nimmt Nick die Klette mit auf die Hochzeit seines Bruders – und so beginnt für das ungleiche Duo eine wahnwitzige Odyssee, an deren Ende einmal mehr die Liebe alle Schranken niederzureißen vermag.

Quelle: https://www.kino.de/film/barfuss-2005/

 

 

15.07.2018: "Voll verschleiert"

Eigentlich ist der Student Armand (Félix Moati) schon seit ein paar Monaten mit seiner Freundin Leila (Camélia Jordana) zusammen. Gemeinsam wollen sie sogar ein Auslandssemester in den USA absolvieren. Da kommt Leilas Bruder Mahmoud (William Lebghil) von einem zehnmonatigen Aufenthalt im Jemen zurück – und ist nicht mehr derselbe. Immer einen Koranvers auf den Lippen, mischt sich Mahmoud in das Leben seiner Schwester ein. Am meisten hat er natürlich an deren Liebesleben auszusetzen. Um sich trotzdem mit Leila treffen zu können, absolviert Armand einen Islam-Crashkurs, zieht sich einen Schleier über und gibt sich als vollverschleierte Muslima Scheherazade aus. Dummerweise verliebt sich bald Mahmoud in die mysteriöse Fremde.

Quelle: https://www.kino.de/film/voll-verschleiert-2017/