#myfaith - Gesprächsrunde mit Gabriela und Harald

Ab und zu (nämlich 5x im Semester) wird hier in einer offenen Gesprächsrunde über Gott und die Welt diskutiert! Jedes Mal gibt es ein anderes Thema und dazu einen Impulstext, den ihr hie herunterladen könnt und der uns einen gemeinsamen Einstieg ermöglicht. Falls ihr irgendwann zwischen 17 und 19 h Zeit habt und Lust bekommt von anderen zu hören oder selbst zu erzählen, kommt doch via Zoom dazu. Wir freuen uns auf euch.

Harald und Gabriela

 

Jetzt seid ihr gefragt! Welche Themen brennen dir schon lange unter den Nägeln? Mail und deine Ideen an Harald oder Gabriela!

 

08. + 15.10.: „Gottes Kind sein und Erwachsenwerden im Glauben“

2 Gesprächsabende mit Texten von Meister Eckhart (1260 – 1328),

Donnerstag 08.10. und

Donnerstag 15.10., 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr

02.07. „Himmel und Hölle“ mit Harald

 

"Himmel und Hölle" oder "Was erwartet uns nach dem Tod?"

Zum ersten mal auch live in Haralds Büro (und auf zoom)

 

18.06. "Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst" mit Gabriela

Hier findet ihr den Zoom-Link (Klick)

 

Ihr Lieben !

„Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Handle so, dann wirst du leben !“ ( Lk,10,28)                                    

Leben in Fülle wirst du erfahren, wenn du Gottesliebe, Selbstliebe und die NÄCHSTENLIEBE lebst. Du wirst nicht ärmer dadurch, verlierst nicht; sondern genau das GEGENTEIL : erst in dem Zusammenklang dieser DREI „wirst - du": GANZ erfüllt LEBENDIG !

Hans Küng schreibt in seinem CREDO (Publik Forum, Dossier).                                                                      
„Jesus ist im Vergleich zu allen Pharisäern von erstaunlicher Unbefangenheit und Laxheit! Ihm ging es nicht um die Einhaltung der Tora um ihrer selbst willen, sondern um das Wohl des konkreten Menschen. Ausdehnung der Nächstenliebe über die` Alltagsmitmenschen` (Gabriela statt „Volksgenossen“) hinaus, auch auf die Feinde. Und wie ? Durch Vergebung ohne Grenzen. Durch Verzicht auf Macht und Recht ohne Gegenleistung. Durch einen Dienst ohne Über- und Unterordnung. In seiner ganzen religiösen Grundhaltung war Jesus anders : Gott gegenüber keine Leistungen, sondern glaubendes Vertrauen !“

Herzlich lade ich euch ein zum Gespräch : Wie ergeht es mir im Alltag mit meiner Nächstenliebe –inclusive Feindesliebe? Was bedeutet das konkret? Welche Erfahrungen machst du in deinem Alltag? Kennst du das, dass die Nächstenliebe mit der Selbstliebe „kollidiert“? Ich freue mich auf den Austausch unserer Erfahrungen, Gedanken, Bedenken und Hoffnungen.

                       

 

28.05. "Löscht den Geist nicht aus" mit Harald

 

Als Einstieg hat euch Harald foldenden Text ausgesucht:

 

Löscht den Geist nicht aus (1 Thess 5,16)

Der Heilige Geist (besser: die Heilige Geistin) und die Kirche

„Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete“, das ist für mich eine wunderbare Kurzformel des österlichen und pfingstlichen Glaubens. Gottes Lebensenergie will durch uns hindurchfließen und uns beleben wie am Schöpfungsmorgen, wie am Ostermorgen, wie in jedem Augenblick. „Er hauchte sie an und sprach zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist“. Das ist die Atmosphäre, in der wir lernen geistlich und geistvoll zu werden. Der Heilige Geist ist die Seele meiner Seele.

Der Heilige Geist ist aber nicht nur die Seele meiner Seele, sondern auch die Seele der Welt. Es ist jene göttliche Lebenskraft, die vom ersten Augenblick an über den Wassern schwebt und die Welt be-geistert. Es ist jene Kraft, die das Angesicht der Erde erneuert und nicht nur Brot und Wein verwandelt, sondern alles, was ist. „Komm herab, oh Heiliger Geist, der die finstere Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm, der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm, der jedes Herz erhellt“. Das ist die Sprache des Pfingstgebetes, das ist die Sprache der Sehnsucht, das ist der Atem christlichen Glaubens.

Der Heilige Geist ist nicht nur die Seele meiner Seele und meines Lebens, nicht nur die Seele der Welt und aller Wirklichkeit, er ist auch die Seele der Kirche, die treibende Kraft in der Christenheit. Sowohl die Gründung der Kirche wie der Gang der Christenheit durch die Zeiten bisher ist lesbar als das Wirken in Gottes Geist inmitten von menschlichem Ungeist. Gottes Schöpfergeist ist es, der gleichermaßen tröstlich und beunruhigend die dauernde Erneuerung der Kirche, die ständige Reformation an Haupt und Gliedern voranbringt. Mag es noch so oft geistlos zugehen in der Kirche, Gottes Geist ist größer. Er will die Kirche ständig davor bewahren, sich mit sich selbst zu begnügen. Könnte es sein, dass selbst der schleichende Auszug aus den Kirchen heute ein Werk des Heiligen Geistes ist? Könnte es sein, dass Gott selbst seine Kirche konfrontiert mit ihrer Leidenschaftslosigkeit, ihrem Kleinglauben, mit ihrer mangelnden Attraktivität, ihrer Kurzatmigkeit und ihrer fehlenden geistlichen Phantasie?

Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft, erfülle uns mit deiner Kraft. Dein Schöpferwort rief uns zum Sein: Nun hauch uns Gottes Odem ein.

 

14.05. Selbstliebe mit Gabriela

 

Ihr Lieben,

ich grüsse euch von ganzem Herzen !

Wie sehr ich mich freue,mich mit euch austauschen zu dürfen über die Selbstliebe.

Wie dich selbst, liebe deinen Nächsten“.

Gerne möchte ich mit euch sprechen, wie es euch mit dem christlichen Gebot der Selbstliebe geht. Ich selbst tue mir mit der Selbstliebe schwerer als mit der Nächstenliebe.

Bei der spontanen Satzumstellung fällt mir auf, dass in dem Vergleichssatz…“wie dich selbst“, das Verb „liebe“ fehlt .

Kann es damit zusammenhängen, dass in der deutschen Bibelübersetzung das lieben beim Nächsten steht und eben nicht bei „wie dich selbst“ ?

 

Vielleicht seid ihr dem Text von Charlie Chaplin, als ich mich selbst zu lieben begann, bereits begegnet… ein wunderbarer Text  …

 

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE. Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man EINFACH-SEIN.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,

so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich wirklich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

 

30.04. Gottesbilder mit Harald

 

Als Einstieg hat euch Harald foldenden Text ausgesucht:

 

Meine Gottesbilder

Besinnung:

Gott ist immer anders und doch werden wir ohne Gottesbilder nicht auskommen. Ich lese das Gebet von Kurt Marti und verweile bei ihm. Was spricht mich an?

 

Noch bevor wir dich suchen, Gott, bist du bei uns gewesen.

Wenn wir dich anrufen als Vater, hast du uns schon längst wie eine Mutter geliebt.

Wenn wir sagen „Mutter“, ermunterst du uns, mit dir zu reden wie mit einem Freund oder einer Freundin.

Bekennen wir dich als „Herr“, so gibt’s du dich in Christus als Bruder zu erkennen.

Rühmen wir deine Brüderlichkeit, so kommst du uns schwesterlich entgegen.

Immer bist du es, der uns auf viele Weisen zuerst geliebt hat.

Darum sind wir jetzt hier,

nicht, weil wir besonders gut oder fromm wären,

sondern weil du Gott bist,

unendliche Liebe, und weil es gut ist, dir nahe zu sein.

AMEN

 

Übung:

In diesem Gebet begegnen uns Gottesbilder wie Vater, Mutter, Freund, Freundin, Herr, Bruder, Schwester. In der Bibel finden wir noch viel mehr: z.B. als Liebhaber des Lebens, Allmächtiger, Befreier, Richter, Geheimnis. Wer ist Gott für mich? Gab es im Laufe meines Lebens Veränderungen der Gottesbilder? Ich werde mir meines/r Gottesbildes/er bewusst. Wenn es für mich hilfreich ist, schreibe ich es auf.

 

Gott ist für mich (wie)…